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Sieben neue Partner treten Energie-Allianz bei
Zahlreiche
Projekte im Bereich Klimaschutz und Energie im Jahr 2011
umgesetzt
Donauwörth
(pm). Die Energie-Allianz wächst weiter. Im Landratsamt haben
nun am 26.01.2012 sieben neue Partner - ein Unternehmen, zwei
Städte und vier Gemeinden - die Beitrittserklärung
unterzeichnet. Damit gehören der Energie-Allianz nun 29 Partner
an. Sie alle eint der Wille, durch mehr Energieeffizienz und
-einsparung, Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energieträger
und durch eine bessere Vernetzung in Energiefragen die Ziele für
den Landkreis Donau-Ries gemeinsam zu verwirklichen.
„Die
Energie-Allianz ist kein Pflichtprogramm, sondern ein Netzwerk“,
betonte Landrat Stefan Rößle anlässlich der mittlerweile dritten
Erweiterungsrunde. Jeder Partner setze für sich selbst Ziele,
etwa eine energieautarke Gemeinde zu werden. Wie Landrat Rößle
weiter ausführte, brauche es viele kleine und große Bausteine,
um das ehrgeizige Energie-Leitziel „20/20/20“ des Landkreises zu
erreichen: Bis zum Jahr 2020 soll der Gesamtenergieverbrauch im
Landkreis um 20 Prozent niedriger sein als im Jahr 2007 und der
Anteil der Erneuerbaren Energie soll dann um 20 Prozent höher
liegen als 2007. „Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen,
aber wir müssen uns anstrengen“, forderte Rößle die neuen
Partner zur Zusammenarbeit auf.
Im Oktober
2011 hatten sich die ersten Kommunen der Energie-Allianz
angeschlossen, nun kamen sechs weitere – die Große Kreisstadt
Donauwörth, die Stadt Harburg, die Gemeinden Ederheim,
Mertingen, Möttingen und Reimlingen – sowie das
Traditionsunternehmen Eisen Fischer aus Nördlingen dazu. Sie
alle haben sich schon Gedanken gemacht, welchen Beitrag sie im
Rahmen der Energie-Allianz leisten können und stellten ihre
Überlegungen auch gleich vor.
Eisen
Fischer etwa setzt verstärkt auf Energie-Einsparung, sei es bei
der Auswahl der neuen Beleuchtung oder bei der Tourenplanung für
die firmeneigenen Lkw. Allein dadurch konnten 240.000 km und
über 100.000 Euro im Jahr eingespart werden. Außerdem setzt das
Unternehmen auf langlebige, reparierbare Produkte für seine
Kunden und hat damit Erfolg. „Wir haben bereits sehr vom
Netzwerk profitiert“ so der Geschäftsführer Leo van Bree – „und
das macht Spaß“. „Auch unsere Mitarbeiter/innen sind in
Energie-Fragen durch das Firmenengagement bereits selbst
sensibilisiert“.
Die Große
Kreisstadt Donauwörth hat mit seinem Beitritt zum European
Energy Award 2007 das Thema Energie grundlegend an- und
aufgegriffen. Wichtige Bereiche waren seither die
Energie-Effizienz, die Mobilität und die Benennung einer
Energie-Beauftragten. Im vergangenen Jahr wurde ein
ausgeklügeltes Konzept „Gebäudeleitstationen“ umgesetzt und ein
Klimaschutzkonzept mit einer umfassenden Energie- und CO2-Bilanz
erstellt.
Die
Gemeinde Möttingen verspricht sich von dem Beitritt zur
Energie-Allianz vor allem Impulse für den Austausch mit den
anderen Partnern, evtl. auch eine Beteiligung an der
Landkreis-Windkraftanlage. Auch in Möttingen gibt es bereits
Maßnahmen, die zur Energie-Einsparung beitragen sollen, vor
allem die Umstellung der Straßenbeleuchtung und der Einsatz von
Photovoltaik-Anlagen auf Bauhof und Feuerwehr.
Die
1200-Einwohner-Gemeinde Ederheim hat für Schule, Mehrzweckhalle
und Kindergarten eine Hackschnitzelanlage gebaut. Allein dadurch
werden 100.000 Kg CO2 eingespart. Die Stadt Harburg gehört zu
den Landkreis-Kommunen mit einem Überschuss an Stromerzeugung!
Mit 6 Biogasanlagen, von denen 5 bereits Wärmenutzung betreiben,
konnte die Stadt alleine bei der Schule Gas im Gegenwert von
100.000 € ersetzen.
Für die
Gemeinde Mertingen sind der Austausch und gemeinsame Aktionen
mit den anderen Energie-Allianz-Partnern ebenfalls ein zentrales
Anliegen. Vor allem im Hinblick auf das Thema Windkraft werden
seitens der Gemeinde Genossenschaftsmodelle als „charmante
Alternative“ angesehen. Und auch in der Gemeinde Reimlingen
erwartet man sich von dem Beitritt zur Allianz, von den
Erfahrungen der anderen zu profitieren, Kosten zu sparen und
nicht zuletzt selbst Vorbild für andere zu sein. So versorgt die
Biogasanlage Reimlingen etwa die Klinik in Nördlingen mit Wärme.
Damit leisten die neuen Partner wichtige Beiträge, dass das
Energie-Leitziel erreicht werden kann.
Doch nicht
nur dem Landkreis und den Kommunen bringt die Energie-Allianz
Vorteile. Auch Unternehmen bietet die Allianz eine Plattform,
auf der sie eigene Ziele und Projekte im Bereich Klimaschutz und
Energie einbringen und ihre Erfahrungen und Pläne aktiv mit
anderen Partnern austauschen und kommunizieren können. So erhöht
sich die Dynamik des gesamten Netzwerkes und damit auch dessen
Effizienz. Die Partner der "ersten Stunde" haben im vergangenen
Jahr eine ganze Reihe von Aktivitäten und Projekten in Sachen
Klimaschutz, Energieeinsparung, E-Mobilität, etc. auf die Wege
gebracht. Hier nur einige der realisierten Maßnahmen:
Das Amt
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten brachte im Jahr 2011
durch die Beratung von Biogasanlagenbesitzern die Wärmenutzung
von Biogasanlagen weiter voran. Von den 84 Biogasanlagen, die
im Landkreis Donau-Ries Strom aus erneuerbaren Energieträgern
produzieren, wird inzwischen bei 27 Anlagen auch die Wärme
genutzt – mit weiter steigender Tendenz. Der Landkreis
Donau-Ries ist mit führend in dieser Entwicklung in Bayern.
Die
Bauinnung Donau-Ries, bei der die monatliche Energie-Beratung in
Nördlingen stattfindet, bietet in ihrem Aus- und
Fortbildungszentrum Kurse für energetisches Bauen an. Bei Erdgas
Schwaben lag ein Schwerpunkt 2011 in der Beratung für den
Einsatz von Mini- und Micro-Blockheizkraftwerken für Ein- und
Zwei-Familien-Häusern. Auch das TCW in Nördlingen setzt auf
Beratungsangebote. So war 2011 ein Schwerpunkt das Thema
"Energieerzeugung", heuer soll es v.a. um Isoliertechniken
(Vollwärmeschutz, etc.) gehen.
Der
Fachverband Biogas hat in Mertingen mit der Anlage der Benc KG
eine modellhafte Anlage für die Reststoffverwertung aus
Landschaftspflegemaßnahmen. In diesem einmaligen Projekt werden
ca. 70 Hektar Wildkräuter verwertet und in Biogas umgewandelt.
Landrat
Stefan Rößle und Heike Burkhardt, Energie-Beauftragte des
Landkreises, gehen davon aus, dass im kommenden Jahr eine
ähnlich positive Bilanz über die Aktivitäten der Allianz gezogen
werden kann. Der Landkreis selbst wird 2012 weiter als Motor
aktiv sein. Im Februar steht eine Exkursion für die Kreisräte
und Kommunalvertreter/innen zur energieautarken Gemeinde
Wildpoldsried an. Weitere Veranstaltungen für die Kommunen sind
in Planung. Vorzeigeprojekte aus Gewerbe, Kommunen und privaten
Haushalten sollen gesammelt und präsentiert werden. Die
Erweiterung der Energie Allianz wird sich fortsetzen.

Bildunterschrift:
Die
Energie-Allianz ist auf mittlerweile 29 Partner angewachsen. Im
Landratsamt unterzeichneten sieben neue Partner die
Beitrittserklärung (von links): Ederheims Bürgermeisterin
Caroline Zehnpfennig, Mertingens Bürgermeister Albert Lohner,
Landrat Stefan Rößle, Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian,
Reimlingens Bürgermeister Josef Lutz, Leo van Bree
(Geschäftsführer von Eisen Fischer), Donauwörths
Oberbürgermeister Armin Neudert, Heike Burkhardt
(Energie-Beauftragte des Landkreises), Möttingens Bürgermeister
Erwin Seiler und Bettina Höhenberger-Scherer
(Energie-Beauftragte der Stadt Donauwörth).
Bild: LRA
Donau-Ries
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