Gemeinde Möttingen

Richtlinien über die Förderung des Abbruches und Umnutzung alter Bausubstanz zum Zwecke der Wohnbebauung oder Ersatzwohnbauten

Stand 23.08.2004

Beschluss des Gemeinderates Möttingen vom:             29. März 2004 und 23.08.2004

Genehmigung des Landratsamtes vom:                          genehmigungsfrei
 

 Förderziele:

      + Schaffung eines Anreizes für „Bauen bzw. Umbauen im Ortskern“

+ Vermeidung von Flächenverbrauch am Ortsrand

+ Vermeidung zusätzlicher Flächenversiegelungen

+ Steigerung des Wohnwertes im Innerortsbereich

+ Verbesserung des Ortsbildes
 

1.) Fördervoraussetzungen:
 

+ Formlose, schriftliche Antragstellung vor Beginn der Maßnahme

    + Vorlage der baurechtlichen Zustimmung zum Abbruch bzw. Umbau

    + Nachweis der ordnungsgemäßen Entsorgung

    + Vorlage und Anerkennung einer Berechnung des umbauten Raumes

           des abzubrechenden bzw. umzubauenden Objektes

    + Vorlage des genehmigten Bauplanes für Ersatzbau bzw. Umbau (Wohnhaus)

    + Schaffung von Wohnraum innerhalb vier Jahren

 

2.) Höhe der Förderung:

+ Bemessungsgrundlage der Höhe der Förderung ist die Kubatour des

           abzubrechenden Objektes (gerundet auf 50 m³)

    + Zur Zuschussberechnung wird immer das kleinere Gebäude herangezogen. Das heißt, dass

 bei einem Abbruch von z.B. 3000 m³ und einem Neubau von 1000 m³ der Neubau bezuschusst
 
 wird. Bei einem Abriss von 300 m³ und einem Neubau von 1500 m³ wird der Abbruch
 
 bezuschusst.

    + Der Fördersatz beträgt für den

 Abbruch eines Gebäudes bei Schaffung von Wohnraum                      2,50 Euro/m³

 Umbau/Umnutzung eines Gebäudes ei Schaffung von Wohnraum      2,50 Euro/m³

 
Musterberechnung:

    Gebäude mit 10 x 12 m, KG, EG und OG, angenommene Geschosshöhe 2,70 m,

        Höhe Dachstuhl 3,00 m.

        Formel: 10,0 x 12,0 x 9,6 m (2,7 KG + 2,7 EG + 2,7 OG + 1,5 = ½ Dach) = 1.152 m³

        gerundet laut Richtlinie 1.150 m³

        Zuschuss:

1.150 m³ x 2,50 Euro     

=      2.875,00 Euro

 

3.) Vollzug der Richtlinie und Rechtsanspruch auf Förderung:  

* Der Vollzug der Richtlinien obliegt der Gemeindeverwaltung.

* Die abschließende Entscheidung über die Zuschussgewährung und Zuschusshöhe trifft

   der Gemeinderat je im Einzelfall.

* Vorläufige Auszahlung der Zuwendung bei Beginn der Maßnahme, wenn die

   Voraussetzungen von Nr. 1.) vorliegen.

* Bauherr muss die Überprüfung des ursprünglichen und des neu geschaffenen

   Wohnraumes durch die Gemeindeverwaltung zulassen.

* Werden die Forderungen der Gemeinde nicht erfüllt, ist der Zuschuss zurückzuzahlen.

   Es entscheidet der Gemeinderat über die Rückzahlung.

* Die Richtlinien sind rechtlich nicht bindend. Es gibt für den Bürger keinen

   Rechtsanspruch auf Förderung.

* Voraussetzung für die Auszahlung von Zuwendungen ist, dass Mittel im Haushaltsplan

   bereitgestellt sind.

* Die Richtlinien haben keine feste Laufzeit. Sie können jederzeit vom Gemeinderat

   ausgesetzt werden.