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Haushaltsplan der
Gemeinde Möttingen 2011
Folgenden
Bericht entnehmen wir den Rieser Nachrichten vom 11.06.2011:
Investitionen deutlich höher
Haushalt
Möttingen steigert die Ausgaben um eine Million Euro. Rücklagen
werden aufgebraucht: Kindergarten und Baugebiet
Von Stefanie
Saam
Möttingen.
Die Gemeinde Möttingen mit ihren 2500 Einwohnern will weiter
wachsen und greift heuer kräftig in die Tasche: „5,42 Millionen
Euro - ein so großes Haushaltsvolumen hatten wir noch nie",
sagte Möttingens 1. Bürgermeister Erwin Seiler in der jüngsten
Sitzung des Gemeinderats. „Wir investieren heuer rund eine
Million Euro mehr. Das reißt schon rein und wir sind froh, dass
es die letzten Jahre gut gelaufen ist." Allein 820.000 Euro
kommen aus nicht genutzten Rücklagen, diese seien dann aber
komplett aufgebraucht.
„Die nächsten
Jahre werden wir ohne Verschuldung wohl nicht hinkommen",
deutete Seiler an. Denn um die aktuell gewünschten Maßnahmen im
Finanzplan 2011 bis 2014 umzusetzen, seien rund drei Millionen
Euro nötig, von denen 2,3 Millionen über eine Neuverschuldung
finanziert werden müssen. Dennoch wurde der Finanzplan im
Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme verabschiedet.
Plus bei den
Steuereinnahmen
Für 2011 könne
die finanzielle Lage Möttingens als sehr gut eingestuft werden,
so der Bürgermeister: Durch Einnahmensteigerungen um zehn
Prozent und eine Ausgabenverringerung verbessere sich die
Finanzausstattung um 18 Prozent. Besonders positiv fielen heuer
Gewerbesteuer (plus 100.000 Euro) und Einkommenssteuerzuweisung
(plus 115.000 Euro) aus.
Investitionsschwerpunkte 2011 sind der Kindergarten und das neue
Baugebiet. Für den Kindergartenumbau samt Kinderkrippe und
energetischer Sanierung sind 715.000 Euro fällig, der
Spatenstich erfolgte bereits (wir berichteten). Doppelt so teuer
wird das Baugebiet Baadfeld II mit knapp 30 Parzellen.
714.000 Euro
sind für Grunderwerb und Erschließung fällig, 1,16 Millionen
Euro soll das Projekt kosten, wie Dipl.-Ing. Manfred Ommer vom
Ingenieurbüro Wipfler Plan bekannt gab. „Insgesamt rechnen wir
letztendlich mit rund 1,3 Millionen", so Seiler. Die
Kostenschätzung sieht 460.000 Euro für den Straßenbau und
430.000 Euro für die Kanalisation vor. 150.000 Euro davon seien
für private Hausanschlüsse und könnten umgelegt werden, „sofern
die Gemeinde die Plätze alle verkauft", so Ommer.
Weitere
Investitionsschwerpunkte sind die Dorferneuerung Balgheim
(253.000 Euro), die dortige Kanalsanierung (224.000 Euro), der
Radweg nach Ziswingen (180.000 Euro), die geplante
Breitbanderschließung in allen Ortsteilen (150.000 Euro), das
Gewerbegebiet Enkinger Wegfeld II (100.000 Euro), der Bauhof
(53.000 Euro), eine EDV-Anlage für die Verwaltung (50.000 Euro),
die Straßenbeleuchtung (35.000 Euro) sowie kleinere
Investitionen.
Deckungslücken
im Verwaltungshaushalt 2011 entstehen vor allem durch die
Feuerwehr (59.000 Euro) und die Kindergärten. Diese wiesen heuer
ein Defizit von knapp 128.000 Euro auf, der Durchschnitt der
vergangenen Jahre lag bei 120.000 Euro. „Es gibt weniger Kinder,
dafür brauchen wir aber mehr Geld für unsere Gastkinder in
anderen Gemeinden. Und die Gebühren haben wir bislang auch nicht
erhöht", gab Seiler zu bedenken.
Auch die Umlage
zum Schulverband Mönchsdeggingen steige stetig und schlage mit
fast 180.000 Euro zu Buche. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen
steigt die Umlage pro Schüler um 133 Euro auf inzwischen 1.300
Euro. 2007 lag sie noch bei 940 Euro. Für die nach Nördlingen
umgesprengelten Hauptschüler werden ab September 1.113 Euro pro
Schüler fällig.
Haushalt und
Baugebiet wurden einstimmig genehmigt. Der Bebauungsplan wird
bis 13. Juli ein zweites Mal ausgelegt. Im Herbst will man
loslegen, ab Mai 2012 sollen die knapp 30 Parzellen dann
bebaubar sein.
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