Zum Jahreswechsel
2008/2009 schauen viele von uns besorgt in die Zukunft. Viele
Mitmenschen sind durch die gespannte Finanzlage auf dem Weltmarkt
und im eigenen Haushalt verunsichert.Trotz diesen eher düsteren
Aussichten, hat die Gemeinde Möttingen im abgelaufenen Jahr
mächtig investiert und versucht, ihre gesetzten Ziele weiter zu
verwirklichen. Insbesondere in Balgheim wurde im Rahmen der
Dorferneuerung viel Geld bereitgestellt, sowie in den anderen
Ortsteilen rege investiert.
Bei den Einwohnerzahlen im
laufenden Jahr ist die Tendenz fallend, was nicht zuletzt an der
geringen Bautätigkeit an Wohnhäusern der letzten Jahre liegt. So
wurde im Jahr 2008 nur ein Bauplatz verkauft. Trotzdem kann die
wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gemeinde als zufrieden
stellend bezeichnet werden. Der Schuldenstand konnte weiter
abgebaut werden.
In Balgheim sind in diesem
Jahr endlich die Bautätigkeiten im Rahmen der Dorferneuerung
angelaufen. Die Mühlstraße wurde mit einem neuen Straßenbelag
versehen und der Gehweg neu gepflastert, sowie die
Straßenbeleuchtung erneuert. Weiter wurde der Sportplatz neu
angelegt, der Kirchenparkplatz und Maibaumplatz neu gestaltet, der
Vorplatz am Zehentstadel und Containerplatz erneuert und die
Forellenbachbrücke „Im Zürch“ neu gebaut. Im Zürch wurden 200 m
Kanal ausgewechselt, damit im nächsten Jahr die Dorferneuerung
dort ihre Fortsetzung finden kann.
Besonders erwähnenswert
ist die herausragende Mithilfe der Balgheimer Bürger. So viel
Eigenleistung überraschte selbst die Führungsmannschaft der
Teilnehmergemeinschaft für ländliche Entwicklung in Krumbach.
Aber auch in Möttingen und
in den anderen Ortsteilen fanden rege Bautätigkeiten statt.
So wurden im Rahmen der
Sanierung der B 25 die Gehwege teilweise saniert. Wir sind sehr
glücklich über die zwei Fußgängerampeln, die in diesem Jahr
installiert worden sind und für mehr Sicherheit der Bevölkerung
beim Überqueren der B 25 sorgen. Die Ortsdurchfahrt Möttingen
wurde zwar in diesem Jahr vom Staatlichen Bauamt Augsburg
erneuert, jedoch hat auch die Ortsumgehung Möttingen den
Gemeinderat, die Verwaltung und die Politik weiter beschäftigt. So
wurden zwei Machbarkeitsstudien durchgeführt, die größeren
Aufschluss über die verkehrsrechtliche Weiterentwicklung von
Möttingen aufzeigen sollen. Insbesondere macht der immer stärker
werdende Durchgangsverkehr durch die Mautflüchtlinge den Anliegern
der B 25 schwer zu schaffen. Kopfzerbrechen bereitet derzeit noch
die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters im Bereich
Weilerfeld. Die Durchsetzung des Baugenehmigungsverfahrens liegt
derzeit noch bei den zuständigen Behörden und steht kurz vor dem
Abschluss. Erfreulicherweise wurde auch im Gewerbegebiet
tatkräftig durch die dort angesiedelten Firmen investiert und
somit der Gewerbestandort Möttingen in seiner Leistungsfähigkeit
gestärkt. Bei der Abwasserbeseitigung wurden erneut
Kanalsanierungsmaßnahmen durchgeführt, um die
Fremdwasserproblematik weiter in den Griff zu bekommen.
In Appetshofen wurde die
Außenfassade des Schulhauses in Eigenleistung von der Dorfjugend,
die dort beheimatet ist, mit einem neuen Putz und Anstrich
versehen. Die Fassade des Kindergarten Appetshofen wurde ebenfalls
durch Eigenleistung der Vereine neu gestrichen.
Auch in Kleinsorheim
wurden Straßenabschnitte und Gehwege ausgebessert, sowie die
Ortsverbindungsstraße nach Großsorheim neu gesplittet.
Der Anschluss des
Kanalnetzes in Enkingen an die Kläranlage Möttingen wurde weiter
geplant und konnte noch in diesem Jahr auftragsmäßig vergeben
werden. Die Bauausführung des Zusammenschlusses mittels einer
Druckleitung wird im kommenden Frühjahr vollzogen. Im nächsten
Jahr sind somit bereits weitere Bautätigkeiten geplant, sodass die
Gemeinde Möttingen ihren Beitrag dazu leisten wird, der
angekündigten Rezession entgegenzuwirken.
Dieses Jahr war natürlich
besonders geprägt durch den Bürgermeisterwechsel im Rathaus. Ich
darf mich an dieser Stelle bei meinem Vorgänger Helmut Wiedemann
für die reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte bedanken und bin
bemüht, zusammen mit dem neuen, engagierten Gemeinderat, einer
fachkundigen Verwaltung und einem tatkräftigen Bauhof die Gemeinde
Möttingen weiter nach vorne zu bringen.
An alle Bürgerinnen und
Bürger, an das Landratsamt und alle Behörden, sowie an unsere
politischen Vertreter geht mein herzlicher Dank für die
Unterstützung, die mir seit meiner Amtseinführung entgegengebracht
wurde. Mein besonderer Dank gilt all den freiwilligen Helfern aus
den Vereinen und Organisationen, die sich in irgendeiner Weise
ehrenamtlich betätigt haben und so das gesellschaftliche Leben in
der Gemeinde bereichert haben.
Erwin Seiler, 1.
Bürgermeister